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fex
21:15

Und weil er auch nicht wirklich ein Frauen-Hasser, -Nichtversteher, -Verächter oder gar ein Gegner der Gleichbehandlung und -wertigkeit ist (denn die gute Freundin der Frau ist die gute Freundin seiner Freundin, und die wäre der lebende Beweis dafür, sagt die gute Freundin der Frau), sondern einfach einer, der dafür Sorge tragen muss innerhalb der kurzen Karriere-Zeit, die ihm bleibt, so viel Aufmerksamkeit, Werbeverträge und andere Finanzierungsquellen mehr herbeizuschaffen wie geht, erklärt der Kommerzpopmusikant sein Handeln als privaten Akt des Widerstands gegen musikalisch nicht so flutschende Texte und gegen die Veränderung von Traditionsgütern an sich.

Damit sammelt man, zumal in Österreich, schnell digitale Mehrheiten um sich. Die sind fließend, jubeln den einen Tag der bärtigen Frau zu, die mit poetischen, aber strikten Worten die Gleichbehandlung aller Individuen einfordert und am anderen Tag dem Hymnen-Sänger, der die wesentlichste Symbolhandlung die das Land bisher zur Gleichsetzung von Frauen mit Männern gesetzt hat, schlankerlmäßig unterläuft.

Dass die Mehrheit, dass der Mainstream, auch der der Medien, darin keinen Widerspruch erkennen mag/mögen, ist ein anderes österreichisches Phänomen, für das die Einzelausgabe des Trachtenpärchens nichts kann.

The daily Blumenau
Reposted fromelpollodiablo elpollodiablo

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